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 ArganPlus - Arganöl und mehr.

 

"Das geht runter wie Öl..."

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ArganPlus - Arganöl-Herstellung.

 

Arganöl Herstellung

 

Die Arganfrucht 

 

Das Aussehen der Arganfrucht ist mit einer kleinen Pflaume oder Olive zu vergleichen. Am Anfang der Blütezeit ist die Frucht grün und wird mit der Zeit gelb oder rötlich, je nach örtlicher Beschaffenheit. Eine große Rolle für die Farbe der Frucht spielt z.B. die Nähe des Arganbaumes zum Meer, ob dieser in einem windigen Tal oder auf einem mit Geröll, Staub und Sand übersäten Berg wächst. Die Frucht ähnelt im trockenen Zustand einer Dattel. Die Form ist nicht entscheidend, denn ähnlich wie bei einem guten Wein, ist die besondere und einzigartige Kombination verschiedenster Einflüsse (z.B. Sonne, Nässe, etc) maßgeblich für die Qualität. Das Fruchtfleisch selbst hat einen bitteren Geschmack und ist daher für den Menschen nicht bekömmlich. Das eigentliche Pressgut, die Arganmandeln, aus dem Arganöl gewonnen wird, befindet sich im Innern des Kerns der Arganfrucht. Dieser kann bis zu 14 mal härter sein, als eine Haselnuss. Eine Arganfrucht besitzt zwischen ein und drei Arganmandeln. Diese haben ungefähr die Größe von Sonnenblumenkernen. 

 

 

Ernte der Arganfrucht 

 

Die in den Arganhaien (ähnlich einer Plantage) lebenden Marokkaner sind für die Ernte verantwortlich. Nicht nur Berberfrauen (die Ureinwohner Marokkos), sondern auch arabische Frauen aus Marokko, ernten die wertvollen Früchte. Durch die Tradition wartet man, bis die Früchte vom Baum fallen und der Dorfälteste diese zur Ernte frei gibt. Anders als bei Oliven, werden die Bäume nicht gerüttelt oder die Früchte abgeschlagen. Dies ist allein wegen den spitzen Dornen des Arganbaumes nicht möglich. In vielen Berichten - vor allem im Internet - ist zu lesen, dass Ziegen Arganfrüchte fräßen und anschließend die Arganmandeln wieder ausscheiden würden. Dies ist so nicht richtig! Die marokkanischen Bauern und die Berberfrauen schützen die Bäume, da die Früchte für sie Geld und somit den Lebensunterhalt darstellen. 

 

 

Markt (Sous) 

 

Die Arganfrüchte werden von den Bauern und Berbern auf dem Markt verkauft. Die Frauenkooperativen kaufen mithilfe spezieller Aufkäufer die Früchte ein um diese bis zum vollendeten Arganöl weiter zu verarbeiten. Interessant ist, dass der Tagesverdienst einer Mitarbeiterin in einer Frauenkooperative umgerechnet ca. 4,50 EURO beträgt. Ein hierzulande undenkbarer Verdienst. 

 

 

Herstellung 

 

Als erstes werden die Arganfrüchte in der Sonne getrocknet. Ist das Fruchtfleisch getrocknet, wird es mit einem großem Stein nach traditioneller Berberart entfernt. Dabei wird der harte Kern der Frucht durch das Gewicht des Steines gespalten. Die Arganmandeln bleiben unversehrt. Theoretisch sind die Arganmandeln im Kern bis zu sieben Jahren haltbar. Daran sieht man, wie perfekt sich dieser Baum und seine Früchte an das harte Klima Marokkos angepasst haben. 

 

Sehr wichtig und immer zu beachten ist, dass die Arganmandeln oder auch Samen vor der Weiterverarbeitung von Dreck, Unreinheiten und Schalenresten gesäubert werden. 

 

Arganöl ist in drei verschiedenen Varianten erhältlich: 

 

Arganspeiseöl - Basic: Die Arganmandeln werden sofort gepresst, sie sind ungeröstet. 

 

Arganspeiseöl - Classic: Die Arganmandeln werden geröstet und dann gepresst. 

 

Arganhautöl: Die Arganmandeln werden ungeröstet, sofort gepresst und das entstandene Arganöl speziell gefiltert. 

 

 

Bei der Herstellung der Classic-Variante - die verbreitetste Arganölsorte marokkos - ist zu beachten, dass die Mandeln geröstet werden. Es dürfen keine schwarzen Rückstände, durch Verbrennung der Arganmandeln entstehen, da diese den Geschmack und die Qualität des Arganöls mindern. In Europa konnten sich beide Varianten, Classic und Basic, gleichermaßen durchsetzen. 

 

In einer kleinen Handpresse werden die Arganmandeln zermahlen. Der entstandene Brei wird dann so lange mit Wasser bearbeitet, bis sich das Öl absondert. Für die Qualität des Arganöls ist es wichtig, behutsam, mit möglichst wenig Wasser zu arbeiten. 

 

Um einen Liter Arganöl herzustellen, benötigt man ca. 30kg Früchte. Dies entspricht ungefähr 4,5kg Arganmandeln. Pro Blütezeit kann ein Arganbaum 30 bis 40kg Früchte tragen. 

 

Angenommen, eine einzelne Person möchte einen Liter Arganöl herstellen. So müsste sie dafür fast zwei Tage hart arbeiten. Beachtet man dies und die extreme Seltenheit der Arganbäume - sie wachsen nur im nordwestlichen Marokko - wundert ein Literpreis ab 60 EURO nicht mehr. 

 

 

Durch die weltweit steigende Nachfrage resultiert ein blühendes und gutes Geschäft in Marokko, welches vielen Menschen die Chance auf einen rentablen Arbeitsplatz bietet. 

 

Das Wort "Arganöl" kann nicht mehr ausgesprochen werden ohne im gleichen Atemzug auch "Marokko und die hart arbeitenden Frauen" zu erwähnen. 

 

 

Marokko 

 

Die marokkanische Bildungs- und Amtsprache ist Französisch. Wie auch in Deutschland besteht in Marokko die Schulpflicht für Jungen sowie für Mädchen. Hingegen vieler Meinungen ist die staatliche Schule kostenlos. Eltern haben die Möglichkeit ihre Kinder auf eine Privatschule zu schicken, die umgerechnet ca. 75 Euro im Monat kostet. 

 

 

Der Arganbaum 

 

Kurzbeschreibung: 

Der Arganbaum versorgt die Menschen in Marokko schon seit Jahrhunderten mit einem der wertvollsten und köstlichsten Speiseöle der Welt, dem Arganöl. Es gehört als Grundnahrungsmittel wie Selbstverständlich zu dem Leben der Marokkaner dazu. Fast auf der ganzen Welt ist das "flüssige Gold Marokkos" schon bekannt und wird mittlerweile schon von den verschiedensten Starköchen gelobt und gepriesen. Die erstaunliche Seltenheit des Arganbaums und die mühsame Herstellungsweise ausschlaggebend für den hohen Literpreis des Arganöls. 

 

Der Arganbaum ist eine Wildpflanze, nur selten ist er daher in großen Arganbaum- und Buschlandschaften eingezäunt zu finden. Er ist immer grün und voll mit Dornen, sein Stamm ist im Vergleich zu anderen Bäumen relativ klein, doch die Krone umfasst nicht selten mehr als 70 Meter. Seine etwas eigenartige Form verdankt er seinen Ästen, die sich Richtung Boden neigen. Sein Stamm besteht aus sehr hartem Holz, was ihm über viele Jahrhunderte hinweg den Spitznamen "Eisenholzbaum" eingebracht hat. 

 

Der Baum trotzt äußerster Trockenheit und hohen Temperaturen bis über 50 Grad Celsius. In Trockenzeiten verliert er sein Laub. Der Arganbaum kann in Hochlagen bis zu 1300 Meter über dem Meeresspiegel wachsen. Seine generelle Lebenserwartung liegt je nach Standortes zwischen 250 - 400 Jahre. 

 

Der Charakter vieler Landschafszüge wird von dem Arganbaum geprägt. Es muss an dem einzigartigen Klima liegen, dass sich der Arganbaum seit über 80 Millionen Jahren (noch zu den Zeiten der Dinosaurier, deshalb wird er auch als Tertiärrelikt angesehen) so gut in Südwest-Marokko halten kann. 

 

Nach der Kreidezeit bedeckte der Arganbaum große Flächen in Nordafrika und Südeuropas. Im gesamten Mittelmeergebiet war er verbreitet. Im Quartär kühlte das Klima vorallem in Südeuropa ab, so dass auch das Verbreitungsgebiet des Arganbaums zurückging. 

 

Die Ursache für den bis heute anhaltenden Rückgang der Pflanzen ist nicht hundertprozentig bewiesen, man geht davon aus, dass es an den ständigen Klimaveränderungen liegt, die es naturbedingt schon immer gab.Er wächst heute nur noch am Rande der Sahara in einem ca. 820.000 Hektar großen Gebiet im Südwesten von Marokko. Ansonsten ist er nirgendwo auf der Erde mehr anzutreffen. 

 

Vor einigen Jahren versuchten israelische Wissenschaftler und Biologen die Pflanze in Israel anzusiedeln, doch sie trug keine Früchte. 

 

Etwas außerhalb Agadirs brennt die afrikanische Sonne zwar fast unablässig vom Himmel, aber der atlantische Ozean ist nur ein paar Kilometer Richtung Westen entfernt und verschafft der Region so ein wenig kühle und feuchte Luft. 

 

Die Berge die sich vom Ozean ins Landesinnere erstrecken dienen dabei als eine Art natürlicher Windkanal und leiten die Luft direkt zu den großen Busch- und Baumlandschaften. 

 

In den kargen Steppen ähnlichen Landschaftszügen schützt der Arganbaum vor Verwüstung und sorgt für ein ökologisches Gleichgewicht. 

 

Seit 1998 ist das Arganbaumwuchsgebiet Teil des UNESCO-Biosphärenreservats "Arganeraie". Es wird auf diese Art versucht den Aranbaum vor dem vollständigen Aussterben zu bewahren. Neue Häuser Siedlungen, Straßen oder Autobahnen haben bereits in den letzten Jahrzehnten einen erheblichen Teil des Wuchsgebietes für sich beansprucht und dabei fielen die Bäume dem modernen Fortschritt zum Opfer. 

 

Wissenschaftlicher Name:Argania spinosa 

Klasse: Dreichfurchenpollen- Zweikeimblättrige (Rosopsida) 

Unterklasse: Asternähnliche (Asteridae) 

Ordnung: Heidekrautartige (Ericales) 

Familie: Sapotengewächse (Sapotaceae) 

Gattung: Argania 

Art: Arganbauma 

 

 

Inhaltsstoffe von Arganöl

 

100 ml Arganöl enthalten:

Säuregehalt (ISO 660)

0,24

Peroxyd Kennzahl (ISO 3960)

1,18

Fettsäuren-Zusammensetzung (ISO 5508)

Palmitinsäure C16:0
Palmitoleinsäure C16:1
Stearinsäure C18:0
Oleinsäure C18:1
Linolsäure C18:2
Linolensäure C18:3
Arachidonsäure C20:0
Gadolensäure C20:1

 

12,2%
0,1%
5,3%
45,4%
35,4%
0,2%
0,3%
0,4%

Zusammensetzung der Sterole (ISO 6799)

Compesterol
Stigmasterol
Spinasterol
Schottenol 
 

 

0,8%
0,7%
36,9%
44,7%

 

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